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| Zukunftspotenzial „silberner Markt“ |
| Diskussion zu BEST AGE DESIGN im forum mozartplatz |
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ExpertInnen diskutierten im voll besetzten forum mozartplatz die Erschließung der älteren Zielgruppe. Der „silberne Markt“ bietet großes wirtschaftliches Potenzial, speziell für den Kreativbereich: Im Jahr 2030 wird jeder dritte Österreicher älter als 60 Jahre sein. Diese Tatsache stellt nicht nur das Sozialsystem sondern auch die Produktwelt vor immense Herausforderungen. Wie kann dieser Markt als DesignerIn und ArchitektIn erschlossen werden? Was macht Best Ager zu einer attraktiven Zielgruppe? Diesen und weiteren Fragen stellte sich die Podiumsrunde mit Kathrina Dankl, DANKLHAMPEL, Heidi Pretterhofer, Architekturbüro Arquitectos, Peter Schilling, Agentur Schilling und Maria Schröder, Tischlerei Aigner/Team barrierefrei Wohnen.
Das Alter als Zielgruppe – Best Agers am Markt
Die Mit-Entwicklerin des Gehstocks Canella, Kathrina Dankl von DANKLHAMPEL, betonte: „Menschen beeinflussen Produkte und umgekehrt – das muss auch für ältere Menschen gelten. Gebrechlichkeit und Alter dürfen bei der Gestaltung nicht vermischt werden. Die Produkte für Ältere müssen genauso praktisch und stylisch sein, wie für Jüngere“.
Heidi Pretterhofer vom Architekturbüro Arquitectos erklärte: „Schon heute bemüht sich die Stadt Wien, barrierefreie Wohnräume für Ältere zu schaffen. Unsere Aufgabe als Architekten ist es, Neues zu schaffen und die Bandbreite von betreutem Wohnen bis hin zum Geriatriezentrum optimal zu gestalten und den Bedürfnissen Älterer gerecht zu werden. Hier kann in der Architektur noch viel geschaffen werden.“
Der Marketingexperte Peter Schilling, Gründer der Werbeagentur Schilling, bekräftigte auf die Frage, was die Jungen davon haben könnten, wenn sie sich auf diese Zielgruppe stürzen, dass in der älteren Zielgruppe viel Potenzial steckt: „Es gibt Untersuchungen, wonach 80 Prozent von befragten Unternehmen die Zielgruppe der Älteren kennen, 30 Prozent davon arbeiten bereits an Produkten und Dienstleistungen und wiederum 70 Prozent davon profierten bereits von einer neuen Fokussierung. Die Arbeit fruchtet also bereits jetzt – und es gibt noch viel zu holen für die jungen Kreativen.“ Die ältere Zielgruppe sei heterogen, betonte er. In unserer älteren Gesellschaft steht Beratung und Information im Vordergrund. Daran müssten sich nicht nur das Marketing, sondern auch alle anderen Bereiche orientieren.
Maria Schröder befasst sich in der Tischlerei Aigner mit barrierefreiem Wohnen und forderte Architekten und Designer auf, sich mehr auf die Zielgruppe der Älteren zu konzentrieren und diese zu fördern: „Der Bedarf ist da, es wird aber noch lange dauern, um Häuser und Wohnungen im Vorfeld barrierefrei zu planen. Es muss uns etwas wert sein, barrierefreies Wohnen zu fördern.“
Die Obfrau des forum mozartplatz, Anja Hasenlechner, betonte die Relevanz des Themas Gestaltung des Lebensraums von älteren Menschen: „Unsere Gesellschaft wird immer älter, aber auch anspruchsvoller, konsumfreudiger und genussorientierter. Die Best Ager und ihr Potenzial werden die Wirtschaft, insbesondere DesignerInnen und ArchitektInnen, in Zukunft stark beeinflussen.“
Ausstellung: „WIEVIEL LESS IS MORE?“
Im Rahmen der Diskussionsrunde wurde im forum mozartplatz die Ausstellung „Wieviel less is more“ der Designerinnen Kathrina Dankl, Lisa E. Hampel (DANKLHAMPEL) und Julia Landsiedl (jeplus) gezeigt. Sie beschäftigten sich im Rahmen der Ausstellung mit der Wohnsituation älterer Menschen und der Frage, welche Objekte des eigenen Besitzes nachhaltigen Wert haben.
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