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Kreativwirtschaft braucht starke Partner
Diskussion über More Awareness der Kreativwirtschaft
Bettina Götz und Katharina Schwalm-Schäfer,c: Nick Albert
Bei einer weiteren Diskussion zum Standort Österreich traf im forum mozartplatz eine hochkompetente Runde zusammen, um über entscheidende Fragen in Bezug auf die heimische Kreativwirtschaft sich auszutauschen. Unter dem Titel „More Awareness!“ ging es diesmal um die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung der Branche.

Als ersten Input konnte die Obfrau des forum mozartplatz, Anja Hasenlechner, vermelden, dass es auf Betreiben des forum mozartplatz gelungen ist über den Österreichischen Wirtschaftbund einen Antrag zur Kreativwirtschaft im Wirtschaftsparlament einzubringen. „Gerade für die Kreativwirtschaft ist es wichtig, endlich auch in den offiziellen Standesvertretungen wahrgenommen und ernst genommen zu werden. Mit unserem Antrag, der Erleichterungen für die Kreativwirtschaft anlässlich der Steuerreform 2010 einfordert, können wir dafür einen wirklichen Beitrag leisten“, schloss Hasenlechner ihr einleitendes Statement.

Ein best-practise-Beispiel für die nachhaltige Förderung und Darstellung der Kreativwirtschaft ist Nordrhein-Westefalen, das als eines der ersten deutschen Bundesländer das große Potential dieser Branche erkannt hatte. Katharina Schwalm-Schäfer vom dortigen Wirtschaftsministerium blickt auf 15 Jahre Erfahrung mit dem Thema zurück: Kreative brauchen Netzwerkstrukturen und Diskussionsplattformen, wo sie mit Vertretern anderer Wirtschaftszweige in Kontakt treten können. „Bringt man Vertreter der Creativ Industries mit starken Partnern zusammen, können sich ihre Stärken voll entfalten, da ihre Schwächen von den Partnern aufgefangen werden“, so Schwalm. So würden erfolgreiche Projekte entstehen, die man gut öffentlich darstellen kann. Das sei besonders wichtig, da nichts so erfolgreich sei, wie der Erfolg. „Talk about success“, lautete der Apell von Schwalm.

Elisabeth Noever-Ginthör von der Kreativförder-Institution der Stadt Wien „Departure“ pflichtete Schwalm bei, dass in der Vernetzung mit KMU´s ein großes Potential liege. Noever betonte die großartige Entwicklung der letzten Jahre: „Es ist gelungen, dass die Kreativwirtschaft als ernsthafter Wirtschaftszweig wahrgenommen wird, auch wenn es in manchen Medien nach wie vor das Problem der Ressortzuständigkeit gibt.“

Die Architektin Bettina Götz verwies auf die Schwierigkeit der großen Heterogenität der Kreativwirtschaft und damit einhergehend die verschiedenen Bedürfnisse in Bezug auf öffentliche Darstellung und Wahrnehmung. „Letztlich braucht jeder seine eigene Ebene zu kommunizieren“, so Götz.

Für den Designer Christoph Katzler liegt das Problem oftmals bei den Unternehmen selber. Zu oft würde die mediale Präsenz vernachlässigt werden. Das sei schade, denn „es braucht eine bewusste PR-Offensive, um in die nächste Liga zu kommen. Dazu ist es notwendig sowohl marktkonforme, als auch prestigeträchtige Projekte umzusetzen“, appellierte Katzler an seine Kollegen.

Die Podiumsrunde fand vor rund 120 Gästen statt und wurde mit einer angeregten Publikumsdiskussion abgeschlossen.

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