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Ein kurzer Auszug aus der Diskussion:
Max Hollein näherte sich dem Begriff "Marke" ohne Bedenken, wies aber darauf hin, dass Worte wie Synergien oder eben Marke in der Kunst „Tabuworte“ sind – Und trotzdem durch Ausstellungsnamen wie ,Traumfabrik Kommunismus' oder ,Klimt, Schiele, Kokoschka und andere Skandale' - auch eine Art Markennamen - konnten die Besucherzahlen vergrößert werden. Kulturinstitutionen müssen sich vermarkten, betonte er, sonst können sie politisch nicht mehr überleben. Kunst sei ein „billiger“ Partner für Unternehmen, ihre Imagewerte aufzupolieren.

Bruno Schmidt von MetaDesign Zürich meinte, dass die Markenführung für das Image viel wichtiger sei als das Produkt selbst: „Eine erfolgreiche Marke wandelt sich, nur im Kern bleibt sie gleich.“

Für Harald Mahrer, Leiter des Metis-Instituts für politische Studien, sind Marken sind „Leuchtfeuer, die Orientierung bieten. Auch die Politik wirkt an der Markenbildung mit.“

Diskutierte wurde, ob Marken ein klares Profil haben müssen. Während die Wirtschaftsvertreter die Frage bejahte, meinte der Harald Gründl von EOOS-Design, dass gute Marken immer auch etwas Diffuses an sich hätten. Gerade das Diffuse würde die Kreativen von EOOS interessieren, hier fänden sie ihren Spielraum zu kreieren - "Die Menschen sind eben widersprüchlich. Sie wollen präzise Vorstellungen und wehren sich gleichzeitig dagegen. Das sieht man schon an der christlichen Ikonografie,“ brachte Gründl ihre Einstellung zu Marken auf den Punkt.


Anja Hasenlechner, Bruno Schmidt von MetaDesign und Birgit Scheidle


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